Arbeitskreise der AGÖF

In der AGÖF arbeiten mehrere Arbeitskreise sowohl punktuell an Einzelthemen als auch langfristig z.B. an der Entwicklung von Orientierungswerten, diversen Leitfäden und/oder Positionspapieren. Hier fließen die jahrelangen Erfahrungen aus den Messungen vor Ort, der Laboranalytik und der Entwicklung von Sanierungskonzepten der Mitgliedsinstitute ein,  Erfahrungen werden gebündelt und Konzepte für neue Lösungswege entwickelt. Die Teilnehmeden kommen aus den AGÖF-Instituten oder arbeiten auf Einladung von externen Organisationen ehrenamtlich mit. Die Ergebnisse der Arbeiten werden in auf Tagungen präsentiert und diskutiert und fließen in die weitere Gremien- und Verbandsarbeiten ein.

Arbeitskreis Nachwuchs

Die AGÖF lebt vom aktiven Austausch ihrer Mitglieder. Im Mittelpunkt steht das gegenseitige Kennenlernen von Institutionen und Fachpersonen sowie der Dialog auf Augenhöhe – innerhalb des Netzwerks und darüber hinaus. Dieser AK stärkt gezielt die Sichtbarkeit neuer Mitglieder, um klare Einstiegspunkte zu schaffen und die Mitwirkung an Projekten und Themenfeldern zu erleichtern. So wird die AGÖF als offenes, zugängliches Netzwerk erlebbar. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Erhalt und der Weitergabe von Wissen, um den Übergang zwischen den Generationen nachhaltig zu gestalten und die Expertise der AGÖF langfristig zu sichern.

Arbeitskreis Gerüche

Der Gründruck des AGÖF-Geruchsleitfaden liegt zur Veröffentlichung vor mit Einspurchsfirst bis 31.12.2025 und ist im AGÖF-Shop erhältlich: → Shop. Über Zwischenstände der Überarbeitung wurde auf den WaBoLu-Tagen 2023 und der Innenraumluft 2024  bereits informiert. 

Arbeitskreis Altlasten (Asbest, PCB, PAK etc.)

Zuletzt wurde durch den Arbeitskreis im Dezember 2025 eine Stellungnahme zu den Entwurfskapiteln „PCB“ des Entwurfs MVV TB eingereicht, welche auch auf dem AGÖF-Kongress am 25.09.26 in Bremen vorgestellt wird.

Der Arbeitskreis Altlasten hat 2020 eine AGÖF - Stellungnahme zum Entwurf der VDI-Richtlinien VDI 6202, Blatt 3 "Schadstoffbelastete bauliche und technische Anlagen, Asbest, Erkundung und Bewertung" eingereicht. Bei dem Richtlinienentwurf geht es um das wichtige Thema mit welcher Tiefe und in welchem Umfang Gebäude auf Asbest untersucht werden. Ziel ist es einen einheitlicheren Rahmen zu bekommen, um die Begutachtungsleistung besser bewerten und vereinheitlichen zu können. 


In Rückkoppelung mit dem Arbeitskreis hat Frau Elke Bruns-Tober die AGÖF am "Nationalen Asbestdialog" von 2016 -2020 teilgenommen. Veranstalter waren das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz,Bau und Reaktorsicherheit. Sie wollten mit Verbänden und Organisatioen aktiv in einem Dialog treten über die Auswirkungen von Asbest in Gebäuden, die vor 1995 errichtet wurden.

Im Juni 2017 wurde das im Arbeitskreis erstellte Positionspapier "Einschätzung des Gefährdungspotentials durch asbesthaltige Spachtelungen sowie anderer asbesthaltiger Bauteile und daraus zu ziehende Konsequenzen - Positionierung der AGÖF - veröffentlicht. Thematisiert werden die bislang nicht beachteten Anwendungen bzw. neuen Fundstellen von asbesthaltigen Bau- und Bauhilfsstoffen (insbesondere in Spachtelungen, Strukturputzen und Fliesenklebern von Wand- und Deckenbekleidungen). Wie soll man mit den "neuen" Fundstellen umgehen, inwieweit müssen die gültigen technischen Regelwerke angepaßt werden, was hat das für Konsequenzen für das Immobilien- und Baugewerbe, für Handwerksbetriebe aber auch für Privathaushalte. 

Arbeitskreis Hausstaub / Hausstauborientierungswerte

Mit dem 14.Juli 2026 aktiviert sich der Arbeitskreis neu, um neuere Daten zu Hausstaubmesswerten zu erfassen und auszuwerten. Interessierte AGÖF-Mitglieder können bis zum 13.Juli bei Geschäftsstelle ihr Mitwirken anmelden.

Der Arbeitskreis Hausstaub hat den AGÖF-Leitfaden "Hausstaubuntersuchungen auf chemische Parameter" - Mittel- und schwerflüchtige organische Verbindungen (SVOC) und Schwermetalle erarbeitet. Der Entwurf des Leitfadenswurde wurde erstmals beim 12. AGÖF-Fachkongress "Umwelt, Gebäude & Gesundheit: 'Neu-' und Altlasten, Innenraumhygiene, Gerüche" im Oktober 2019 der Öffentlichkeit zur Stellungnahme vorgestellt, und die Endversion im Februar 2021 veröffentlicht.

Themen des Leitfadens sind Anwendungsbereiche, Grundlagen, Begriffsbestimmungen und Ziele von Hausstaubuntersuchungen. Der Anwendungsbereich umfasst die staubgebundenen Substanzen der mittel- bis schwerflüchtigen SVOC und Schwermetalle. Erläutert werden die Bereiche Messstrategien und Probenahmetechniken, weitere Kapitel bieten Fachinformationen zu den Themen Analytik und Bewertungen. Mit der Veröffentlichung will die AGÖF dem Sachverständigen Hilfestellungen zur Durchführung und Bewertung von Staubuntersuchungen bieten.

Arbeitskreis Archive, Depots und Museen

Im Oktober 2026 wird der Arbeitskreis Archive, Depots und Museen gegründet. Interessierte AGÖF-Mitglieder können bis Ende September bei Geschäftsstelle ihr Mitwirken anmelden.

Arbeitskreis Qualitätssicherung und Zertifizierungen

Auch vor dem Hintergrund des im Januar 2025 im Bundesgesundheitsblatt erschienene Leitfaden „Bewertung von chemischen Innenraumluftverunreinigungen auf der Grundlage von Messergebnissen“ wird ein neuer Arbeitskreis ins Leben gerufen, um Laborergebnisse sicher vergleichen und bewerten zu können.

Frühere Arbeitskreise

Frühere Arbeitskreise haben sich mit der Erstellung der AGÖF-Orientierungswerte für flüchtige organische Verbindungen in der Raumluft (VOC) und der AGÖF-Orientierungswerte für mittel- und schwerflüchtige organische Verbindungen und Schwermetalle im Hausstaub beschäftigt.

In den Jahren 1999 - 2001 gab es einen sehr aktiven Arbeitskreis AGÖF-HAUS mit dem Ziel, einen Kriterienkatalog für ökologisch orientierte Bauvorhaben zu entwickeln. Ziel war es ökologische Mindeststandards zu benennen, Ressourcen nachhaltig einzusetzten und nachprüfbare Qualitätsziele festzulegen. In Form einer Loseblattsammlung sollten Beratungs-, Informations- und Bewertungsinstrument für alle Baubeteiligten zusammengestellt werden, vom Planer, Architekten, Handwerker, Berater, Bauträger bis hin zum Verbraucher. Unabhängig vom Gebäudetyp, Bauweise und Nutzung wurden alle Bereiche von Neubauten bis bis zu Sanierungsvorhaben erfaßt. Die Arbeiten gingen bis zur Erstellung einer kleinen Demoversion und wurden dann eingestellt. Der Arbeitsumfang für die Weiterentwicklung war auf ehrenamtlicher Basis nicht mehr leistbar und es gelang auch nicht notwendige Fördergelder zu akquirieren.
 


© AGÖF Stand 06.07.2026